Dienstag, 22. März 2011

Halbzeit

Inzwischen ist schon über die Hälfte unserer Zeit down under vorbei... .

Aus der Klinik gibt's nichts Neues zu berichten - das mit dem "früher rauskommen" hat bisher noch nicht so richtig funktioniert.
Dafür haben wir die Wochenenden genutzt. ;)
Zum Beispiel waren wir...
... vorletztes Wochenende wieder mal in den Royal Botanic Gardens und haben mit zwei Jungs aus unserem Hostel (ganz illegal) Wein aus dezenten braunen Papiertüten getrunken und diverse Fotos vor Opera und Harbour Bridge geschossen.


... auf einer Harbour Cruise anlässlich des Geburtstags eines Freundes.


... letztes Wochenende im langersehnten Surfcamp, das total viel Spaß gemacht hat, aber sauanstrengend war und uns furchtbaren Muskelkater, diverse blaue Flecken, Aufschürfungen und Sonnenbrand beschert hat.
Trotzdem war's super! :)


 Als Bonus haben wir auf dem Rückweg noch einen Abstecher gemacht, um freilebende Känguruhs anzuschauen und zu streicheln!

Dienstag, 8. März 2011

Die erste Woche in Sydney...

... waren wir hauptsächlich mit Einleben und Klinik-Alltag beschäftigt. Am ersten Wochenende informierten wir uns über überlebenswichtige Dinge wie Fahrkarten, nächstgelegenen Aldi (nur eine Station mit U-Bahn), RPAH-Anfahrt und Paddy’s Market, wo es billiges Obst und Gemüse und allerlei (un-)nützliche Dinge gibt. 

Sonntagabend machten wir noch einen Abendspaziergang zu den Royal Botanic Gardens (zu Fuß 10 min von unserem Hostel). Dort hängen bzw. fliegen überall Flughunde herum (süß, aber mit Auf-den-Kopf-kack-Gefahr). Von der nordöstlichen Spitze des Parks hatten wir ganz unverhofft die klassische Postkartensicht auf Oper und Harbour Bridge bei Sonnenuntergang (Romantik pur).

Am Montag ging der Ernst des Lebens los: ziemlich aufgeregt fuhren wir zum ersten Tag unseres PJs am RPAH. Natürlich waren dann doch alle Befürchtungen umsonst und alle Ärzte waren unglaublich freundlich und aufgeschlossen. Allerdings scheinen wir hier doch was zu lernen: Wir sind jeden Tag von 8 bis ca. 5 Uhr in der Klinik und werden regelmäßig abgefragt und geteacht. (War wohl nichts mit Freizeit und Strand....) Die Ärzte geben sich mit den Studenten hier viel mehr Mühe als die meisten in Deutschland, so dass wir damit sehr zufrieden sind und abends sogar auch gerne mal ins Lehrbuch schauen.

Donnerstagabend haben wir mit unserem Ausgleichsprogramm begonnen und waren mit Freunden von Manu, die in Sydney wohnen, bei Steak und Bier in der „Sugarmill“.

Am Samstag stand „Mardi Gras“ auf dem Programm – DAS Schwulen- und Lesbenfestival in Sydney mit großer Parade mit bunten Wagen und teils recht gewagten Kostümen. Um nicht ganz aus der Menge herauszustechen, kauften wir uns rosa Australienflaggen. ;)






Am Sonntag gab es endlich mal wieder ein BBQ auf dem Rooftop, wozu wir kurzerhand die drei Deutschen, die wir auf der Parade kennengelernt haben, einluden.

Samstag, 26. Februar 2011

Nelson & Kaikoura


Nach einem kurzen Besuch bei den Pupu Springs verließen wir am Dienstag die Golden Bay (und Joe) und fuhren nach Nelson ins beste Hostel ever: das Paradiso! Dort gab es einen Pool, Spa, Sauna, Liegestühle, Hängematten, Free Soup, Free Breakfast und Free WiFi! Leider wurde unsere Hochstimmung etwas getrübt, als wir (gerade im Begriff für unsere letzte Nacht in NZ ein Hostel in Christchurch zu buchen) die Nachrichten im Fernsehen sahen: Erdbeben.

Mittwoch und Donnerstag verbrachten wir mit kleinen Wanderungen in Kaikoura, immer noch um unseren Flug nach Sydney bangend.



Zum Glück hat alles gut geklappt und kamen wie geplant gestern Abend in unserem Hostel (Eva’s Backpackers) in Sydney an.
29°C, Sonne, Rooftop mit BBQ und Blick auf die Skyline, superschöne Bäder – 90% Deutsche... .

Bis bald!

Eure Coya und Manu

Golden Bay

Nachdem wir aus dem Abel Tasman Nationalpark zurück waren, verbrachten wir nochmals eine Nacht in der Hat Trick Lodge in Motueka, deren Besitzer total nett waren.

Am nächsten Tag fuhren wir die Serpentinenstraße zur Golden Bay und entdeckten in Takaka am Wegesrand einen einsamen Tramper: Joe aus Kanada, den wir ja schon aus dem Abel Tasman Nationalpark kannten. Zu dritt fuhren wir ins Shambhala in Onekaka, einem furchtbar esoterisch und alternativ angehauchten Hostel, das aber einen wunderschönen Garten (etwas buddhistisch) direkt am Meer hatte. 



Dort luden wir unser Gepäck ab, entspannten uns erst einmal und gingen danach zu einer von Joe angepriesenen Party namens „Cabaret in the Caves“. Allein schon die Anfahrt war schwieriger als gedacht: Zuerst ging es endlos über sehr schmale Schotterpisten, nur um dann endlich auf dem Parkplatz anzukommen, wo uns ein Schild mit der entmutigenden Aufschrift „Caves 45 min“ (zu Fuß) empfing. Wir ließen eine Münze entscheiden (Joes Idee) und quälten uns dann unter gleißender Sonne den Berg hinauf. Nachdem wir dreimal die falsche Abzweigung genommen und immer wieder vergeblich nach Partymusik gelauscht hatten, kamen wir endlich an den Caves an – nur um festzustellen, dass die sogenannte Party eine Hippie-Versammlung war, wo jeder, der wollte, einen (wenn auch noch so abgefahrenen) Beitrag leisten konnte. Wir hatten auf jeden Fall unseren Spaß. ;)
Zum Ausgleich fuhren wir danach erstmal ins Mussel Inn, einem in unseren beiden Reiseführern hochgelobten Restaurant/Pub mit preigekröntem Bier (Captain Cooker). Bei Nachos und Bier landeten wir irgendwann wieder einmal bei unserem Lieblingsgesprächsthema dieser Tage: Den Ortnamen der näheren Umgebung.

Am nächsten Tag machten wir zu dritt einen Ausflug zu Farewell Spit, dem nördlichsten Punkt der Südinsel, und dem schönsten Strand der Welt: Warariki Beach.


Vom Schwimmen wurde zwar ausdrücklich abgeraten (Danger!) – etwas rumgeplanscht haben wir aber trotzdem.


Abends veranstalteten wir dann endlich im Shambhala unser heißersehntes BBQ mit Livemusik von Joe (+ Gitarre Joannie). 

Zu späterer Stunde ging’s dann zu Fuß noch einmal ins Mussel Inn.

Montag, 21. Februar 2011

Abel Tasman Nationalpark

Am Mittwoch ging es nach Motueka, dem Ausgangspunkt des heißersehnten Abel Tasman Nationalparks, wo wir schon einige Tage vorher Schlafplätze in den Hütten Awaroa und Whariwharangi gebucht hatten. Wer sich dafür interessiert, kann sich auf der Website vom DOC (www.doc.govt.nz) den Abel Tasman Coastal Track näher anschauen.

Am Donnerstag stellten wir unser Auto in Marahau ab und los ging’s mit ca. 12 kg-Rucksäcken (wir hatten nicht unbedingt gewichtsparendes Essen dabei). Für den ersten Tag hatten wir uns mit ca. 35 km etwas viel vorgenommen, es aber dann doch noch zu unserer Hütte (Awaroa Hut) geschafft. Der Weg führte entlang malerischer Buchten mit goldenen Stränden und türkisfarbenem Wasser.






Am nächsten Morgen mussten wir, um die Seezunge vor unserer Hütte bei Ebbe zu überqueren (kein Alternativweg), um 5.10 Uhr aufstehen - die Alternative wäre gewesen bis nachmittags zu warten – so dass wir im Stockdunkeln mit Taschenlampen bewaffnet unserer Rucksäcke packten und im Mondschein die (zu dieser Zeit relativ trockene) Bucht überquerten. Dafür wurden wir in der nächsten Bucht um kurz vor sieben mit einem wunderschönen Sonnenaufgang belohnt.




Da die zweite Etappe nur 14 km lang war und wir zudem so früh aufgebrochen waren, kamen wir schon um halb elf morgens an der nächsten Hütte (Whariwharangi Hut) an und konnten einen wunderschönen sonnigen Tag am Strand genießen. Abends spielten wir dann sinnlose Kartenspiele mit zwei Spaniern (Lucia und Victor alias Antonio), zwei deutschen Mädels (Michelle und ?) und einem Kanadier (Joe), die wir auf dem Track kennengelernt hatten.
Am Samstag mussten wir einige Kilometer zurück nach Totaranui wandern, wo uns das vorbestellte Water Taxi abholte und zurück nach Marahau brachte.





Punakaiki


Nun kommt endlich mal wieder ein Lebenszeichen von uns. :)


Nach den Gletschern fuhren wir weiter gen Norden nach Punakaiki, wo wir die berühmten Pancake Rocks und Blowholes bestaunt haben.

Unsere Unterkunft dort war wie ein Feriendorf auf den Malediven (zumindest stellen wir es uns dort so ähnlich vor...). Wir hatten zu sechst eine Hütte mit Küche und zwei Bädern; zum Strand waren es angeblich nur 8 Minuten Fußweg, der aber etwas beschwerlich zu gehen anmutete.

Dienstag, 15. Februar 2011

Gletscher & Lake Matheson

 Am Sonntag auf der Fahrt nach Fox fing es furchtbar an zu regnen, so dass unser Sunny mal wieder etwas sauberer wurde. In strömendem Regen kamen wir in einer etwas fragwürdigen Unterkunft an, wo die Küche derartig verdreckt war und noch dazu seltsam roch, dass wir es vorzogen, auf unserem Zimmer zu essen.

Nachdem es die ganze Nacht durchgeregnet hatte, hatten wir am nächsten Morgen, als wir unsere Tour auf den Fox-Gletscher begannen, strahlend blauen Himmel. Mit Steigeisen und Alpenstock ging es – leider viel zu kurz – mit unserem Guide Tom auf den Gletscher.




















Der Spaziergang um den Lake Matheson erbrachte leider nicht den erhofften Blick auf die schneebedeckten Gipfel der Southern Alps und daher auch nicht die berühmten Spiegelbilder.

Die nächste Nacht verbrachten wir am Franz-Josef-Gletscher, in einem etwas seltsam riechenden Dorm.