Samstag, 26. Februar 2011

Golden Bay

Nachdem wir aus dem Abel Tasman Nationalpark zurück waren, verbrachten wir nochmals eine Nacht in der Hat Trick Lodge in Motueka, deren Besitzer total nett waren.

Am nächsten Tag fuhren wir die Serpentinenstraße zur Golden Bay und entdeckten in Takaka am Wegesrand einen einsamen Tramper: Joe aus Kanada, den wir ja schon aus dem Abel Tasman Nationalpark kannten. Zu dritt fuhren wir ins Shambhala in Onekaka, einem furchtbar esoterisch und alternativ angehauchten Hostel, das aber einen wunderschönen Garten (etwas buddhistisch) direkt am Meer hatte. 



Dort luden wir unser Gepäck ab, entspannten uns erst einmal und gingen danach zu einer von Joe angepriesenen Party namens „Cabaret in the Caves“. Allein schon die Anfahrt war schwieriger als gedacht: Zuerst ging es endlos über sehr schmale Schotterpisten, nur um dann endlich auf dem Parkplatz anzukommen, wo uns ein Schild mit der entmutigenden Aufschrift „Caves 45 min“ (zu Fuß) empfing. Wir ließen eine Münze entscheiden (Joes Idee) und quälten uns dann unter gleißender Sonne den Berg hinauf. Nachdem wir dreimal die falsche Abzweigung genommen und immer wieder vergeblich nach Partymusik gelauscht hatten, kamen wir endlich an den Caves an – nur um festzustellen, dass die sogenannte Party eine Hippie-Versammlung war, wo jeder, der wollte, einen (wenn auch noch so abgefahrenen) Beitrag leisten konnte. Wir hatten auf jeden Fall unseren Spaß. ;)
Zum Ausgleich fuhren wir danach erstmal ins Mussel Inn, einem in unseren beiden Reiseführern hochgelobten Restaurant/Pub mit preigekröntem Bier (Captain Cooker). Bei Nachos und Bier landeten wir irgendwann wieder einmal bei unserem Lieblingsgesprächsthema dieser Tage: Den Ortnamen der näheren Umgebung.

Am nächsten Tag machten wir zu dritt einen Ausflug zu Farewell Spit, dem nördlichsten Punkt der Südinsel, und dem schönsten Strand der Welt: Warariki Beach.


Vom Schwimmen wurde zwar ausdrücklich abgeraten (Danger!) – etwas rumgeplanscht haben wir aber trotzdem.


Abends veranstalteten wir dann endlich im Shambhala unser heißersehntes BBQ mit Livemusik von Joe (+ Gitarre Joannie). 

Zu späterer Stunde ging’s dann zu Fuß noch einmal ins Mussel Inn.

Montag, 21. Februar 2011

Abel Tasman Nationalpark

Am Mittwoch ging es nach Motueka, dem Ausgangspunkt des heißersehnten Abel Tasman Nationalparks, wo wir schon einige Tage vorher Schlafplätze in den Hütten Awaroa und Whariwharangi gebucht hatten. Wer sich dafür interessiert, kann sich auf der Website vom DOC (www.doc.govt.nz) den Abel Tasman Coastal Track näher anschauen.

Am Donnerstag stellten wir unser Auto in Marahau ab und los ging’s mit ca. 12 kg-Rucksäcken (wir hatten nicht unbedingt gewichtsparendes Essen dabei). Für den ersten Tag hatten wir uns mit ca. 35 km etwas viel vorgenommen, es aber dann doch noch zu unserer Hütte (Awaroa Hut) geschafft. Der Weg führte entlang malerischer Buchten mit goldenen Stränden und türkisfarbenem Wasser.






Am nächsten Morgen mussten wir, um die Seezunge vor unserer Hütte bei Ebbe zu überqueren (kein Alternativweg), um 5.10 Uhr aufstehen - die Alternative wäre gewesen bis nachmittags zu warten – so dass wir im Stockdunkeln mit Taschenlampen bewaffnet unserer Rucksäcke packten und im Mondschein die (zu dieser Zeit relativ trockene) Bucht überquerten. Dafür wurden wir in der nächsten Bucht um kurz vor sieben mit einem wunderschönen Sonnenaufgang belohnt.




Da die zweite Etappe nur 14 km lang war und wir zudem so früh aufgebrochen waren, kamen wir schon um halb elf morgens an der nächsten Hütte (Whariwharangi Hut) an und konnten einen wunderschönen sonnigen Tag am Strand genießen. Abends spielten wir dann sinnlose Kartenspiele mit zwei Spaniern (Lucia und Victor alias Antonio), zwei deutschen Mädels (Michelle und ?) und einem Kanadier (Joe), die wir auf dem Track kennengelernt hatten.
Am Samstag mussten wir einige Kilometer zurück nach Totaranui wandern, wo uns das vorbestellte Water Taxi abholte und zurück nach Marahau brachte.





Punakaiki


Nun kommt endlich mal wieder ein Lebenszeichen von uns. :)


Nach den Gletschern fuhren wir weiter gen Norden nach Punakaiki, wo wir die berühmten Pancake Rocks und Blowholes bestaunt haben.

Unsere Unterkunft dort war wie ein Feriendorf auf den Malediven (zumindest stellen wir es uns dort so ähnlich vor...). Wir hatten zu sechst eine Hütte mit Küche und zwei Bädern; zum Strand waren es angeblich nur 8 Minuten Fußweg, der aber etwas beschwerlich zu gehen anmutete.

Dienstag, 15. Februar 2011

Gletscher & Lake Matheson

 Am Sonntag auf der Fahrt nach Fox fing es furchtbar an zu regnen, so dass unser Sunny mal wieder etwas sauberer wurde. In strömendem Regen kamen wir in einer etwas fragwürdigen Unterkunft an, wo die Küche derartig verdreckt war und noch dazu seltsam roch, dass wir es vorzogen, auf unserem Zimmer zu essen.

Nachdem es die ganze Nacht durchgeregnet hatte, hatten wir am nächsten Morgen, als wir unsere Tour auf den Fox-Gletscher begannen, strahlend blauen Himmel. Mit Steigeisen und Alpenstock ging es – leider viel zu kurz – mit unserem Guide Tom auf den Gletscher.




















Der Spaziergang um den Lake Matheson erbrachte leider nicht den erhofften Blick auf die schneebedeckten Gipfel der Southern Alps und daher auch nicht die berühmten Spiegelbilder.

Die nächste Nacht verbrachten wir am Franz-Josef-Gletscher, in einem etwas seltsam riechenden Dorm.

Queenstown & Wanaka


Da wir heute endlich mal wieder in einer YHA sind, können wir jetzt auch mal wieder den Blog aktualisieren. ;)
Am Freitag sind wir von Te Anau nach Queenstown gefahren, das am schönen Lake Wakatipu liegt und unter Adrenalin-Junkies vor allem für kostspielige Vergnügungen wie Bungee-Jumping, Sky Diving, Rafting o.ä. bekannt ist. Auf dem Weg dahin (und auch dort) hatten wir wundervolles Wetter, wie auf dem Foto zu sehen ist. (Um alle Zweifel ein für alle mal aus dem Weg zu räumen...)

Queenstown hat uns sofort gefallen! Es besteht fast nur aus Hostels, Pubs, Bars und Andenkenläden. Abends wollten wir eigentlich mit der Gondel auf den Berg fahren, haben uns aber vom horrenden Preis (25 NZ$) abschrecken lassen und sind in unseren Allround-Tevas den ziemlich steilen Berg in Rekordzeit (45 statt der angegebenen 60 min) hinaufgewalkt und haben die super Aussicht genossen. Runter ging’s dann noch schneller: In 35 min.
Am nächsten Tag waren wir in einem Kiwi-Conversation-Center (oder so ähnlich) und haben aus einem Meter Entfernung endlich mal echte, lebendige Kiwis gesehen. Fotos durften wir leider keine machen.
Nachmittags ging es - mit einigen Zwischenstopps, um vermeintliche LOTR-Drehorte zu suchen - weiter nach Wanaka, wo wir die nächste Nacht verbrachten.

Donnerstag, 10. Februar 2011

Fjordland


Gestern haben wir uns das erste Mal in diesem Urlaub sportlich ertüchtigt und sind ca 12 km auf dem Kepler-Track zwischen Manapuori und Te Anau gewandert. Der Weg führte am Waiau River entlang – LOTR-Fans auch besser als Anduin bekannt – und war wunderschön. 

 













Heute morgen ging es um 8.15 mit dem Bus los in Richtung Milford Sound. Dank der kompetenten Beratung der Damen im Informationszentrum hatten wir die etwas teurere Variante gebucht, die außer einer längeren Bootsfahrt auf dem Milford Sound und einem Besuch des Deep Underwater Observatory, wo es die seltenen Black Corals zu sehen gibt, ein Barbecue-Buffet an Bord beinhaltete. Gegen Ende klarte es sogar etwas auf (was bei 9 m Regen pro Jahr nicht selbstverständlich ist). Leider haben wir immer noch keine Delphine gesehen, dafür einmal mehr Seelöwen.













Catlins


Sorry, dass wir uns jetzt erst wieder melden, aber in den Catlins (Southland) waren wir ohne jede Vorwarnung plötzlich von Handynetz und Internet abgeschnitten.

Am Sonntag sind wir von Dunedin nach Süden weitergefahren, wo wir hinter Balclutha auf die Southern Scenic Route abgebogen sind, die auch schon mal unangekündigt zur kurvigen Schotterpiste mutieren kann... .
Unser erstes Ziel war ein Örtchen mit dem wohlklingenden Namen „Kaka Point“. (Es hatte sogar einen hübschen Strand.) Danach ging’s weiter zum Nugget Point, wo es außer einem Leuchtturm auch Seelöwenkolonien mit vielen Jungen gibt, die man von Weitem auf den Felsen spielen sieht. Leider fing es an diesem Tag schon um 12 a.m. an zu regnen, so dass wir in strömendem Regen zu den Purakaunui Falls und zu den Matai Falls gelaufen sind. (Die im Übrigen wirklich schön waren!) Zwischen den Falls ließ der Straßenbelag uns leider mal wieder im Stich, was unseren guten Sunny in eine dicke Dreckschicht einhüllte, was der anhaltende Regen jedoch schnell wieder behob.


Abends kamen wir dann (Manu mehr – Coya dank Regenhose weniger) durchnässt in der „Lazy Dolphin Logde“ in der Porpoise Bay an.

Am nächsten Tag fuhren wir morgens bei strahlendem Sonnenschein zu den Cathedral Caves, die man nur zwischen 10 und 14 Uhr (bei Ebbe) besichtigen konnte.
Danach machten wir noch die 40-minütige Wanderung durch den Regenwald zu den McLean Falls, die durch den hohen Eisengehalt im Wasser teilweise orange bis braun gefärbt waren. Zurück in der Lodge beeilten wir uns, in die angrenzende Bucht, Curio Bay, zu laufen, wo es (auch nur bei Ebbe) einen versteinerten Wald zu sehen gibt.
Nach diesen Strapazen erholten wir uns eine Weile am direkt vor dem Haus liegenden Strand in der Porpoise Bay. Eigentlich hatten wir geplant, dort Delphine zu sehen und mit ihnen zu schwimmen – eine Möglichkeit, die jeder Reiseführer großartig anpreist – leider hatten wir aber kein Glück: Trotz Coyas aufopfernder Badeversuche im 14 Grad kalten Pazifik, die die Delphine anlocken sollten, ließ sich kein einziger armseliger Delphin blicken. Nur ein Seehund lag faul am Strand und ließ sich auch durch eifrig photographierende Japaner nicht stören.

Am Dienstag fuhren wir morgens zum sturmumtosten Slope Point, dem südlichsten Punkt der Südinsel. 


Da wir die Stewart Island aufgrund von teurer Überfahrt und Übernachtung kurzerhand von unserem Reiseplan gestrichen hatten, hatten wir an diesem Tag ein ganzes Stück Fahrt über Invercargill bis ins Fjordland vor uns.
In Manapouri suchten wir ein Quartier und fanden Unterschlupf in einer Cabin auf einem Campingplatz am wunderschönen Lake Manapouri. Die Nacht war aufgrund arktischer Temperaturen etwas weniger erholsam als die letzten. (Am nächsten Morgen entdeckte Manu unterm Bett ein einem Heater ähnliches Gebilde...)